Ein gutes Wort für den Veränderungsprozess

“Ich kann nicht sagen, ob es besser werden wird, wenn es anders wird; aber so viel kann ich sagen: es muss anders werden, wenn es besser werden soll.”

Mit diesem Zitat von Georg Christoph Lichtenberg wäre alles  zum Thema Veränderungsprozess gesagt. So kurz, so knapp – wenn es denn so einfach wäre.
Wer sich verändert kann nicht wissen ob es danach besser wird. Wobei es private, organisatorische oder finanzielle Situationen meint – und alles sowieso irgendwie miteinander zusammenhängt und sich gegenseitig beeinflusst. Wer an einem Punkt angelangt ist, an dem die innere Stimme unüberhörbar stöhnt: „so kann es nicht weitergehen…!“, der ahnt: „irgendwie muss ich da raus“.

Auf die Ausstiegs-Strategie kommt es an.

Die „weg-von“ Strategie kommt zum Einsatz. Und los geht’s mit der Veränderung. Enthusiastisch werden die ersten Schritte gemacht, gut gelaunt und motiviert rauscht der Veränderungswillige mitten hinein ins Tal der Tränen. Verlust macht sich breit, die alten Werte fordern ihr Recht ein, Zweifel an der Entscheidung greifen nach dem Ruder, der Halt schwindet. „So schlimm war’s doch auch wieder nicht, oder?“ „Doch!! Genau das war es, also mach weiter, bleib auf dem beschwerlichen Weg der Veränderung!

Der Weg soll das Ziel sein?

Steinig ist er, dieser Weg, bringt Arbeit und Angst mit sich, für lange Zeit. Das macht Veränderung so schwierig und langwierig: Situationen und Gewohnheiten die sich einmal in Hirn und Bauch als Bequemlichkeiten eingefurcht haben,  sind nicht leicht einzuebnen. Wer einmal aus der Loipe gefallen ist, der weiß wie mühsam und kraftraubend das Vorwärtskommen ohne vorgegebene Spur sein kann.
Veränderung heißt Neuland zu betreten und zu entdecken, das hast Du bereits vorher geahnt, doch was das für den Prozess bedeutet, leider nicht.
Veränderung lebt am Anfang von der starken Motivation etwas auf- oder abzugeben. Je weiter das Alte aber in die Ferne, also nach hinten rückt und kleiner wird, und die Erinnerung daran verwischt, um so stärker wachsen die positiven Erinnerungen daran. „Wo willst Du denn hin?“ schreit die leere Couch, denkt der bequeme Teil, „wieso willst Du mich aufgeben, wir verstehen uns doch so gut!

Gewohnheiten sind wie Kletten.

Mit den letzten Resten der Energie aus dem „Weg-von“ Treibstoff entwischt der Verändernde der Anziehungskraft des Alten um sich seinem Rucksack der Bequemlichkeit zu widmen. Die schwierige Phase der praktischen Loslösung beginnt. Schwierig, weil dieser Rucksack der eigenen Vergangenheit am Körper klebt wie eine Klette am Lieblingspullover. Um sie loszuwerden muss man ebenso vorsichtig wie ausdauernd vorgehen, um nichts kaputt zu machen. Alte Gewohnheiten, ständige Begleiter der Vergangenheit, loszuwerden, weil sie in der Zukunft keinen Sinn mehr machen, ist äusserst anstrengend und zeitraubend.

Der rettende Blick nach vorn.

Wenn an dieser Stelle keine neue Motivation hilft um den Veränderungsprozess weiter am Leben zu halten, ist das Ziel in Gefahr. Sie wächst aus der „Hin-zu“ Strategie. „Was will ich, was wollen wir erreichen?“, „wohin genau will ich?“, „was ist unser Ziel?“ und  „wer will ich sein, wie wollen wir morgen gesehen werden?“ Es sind die Antworten auf diese Fragen, die zum Antreiber werden, der jetzt das Ruder übernehmen muss, um endgültig aus dem Magnetfeld des altbewährten Universums herauszukommen.

Geh den Weg nicht allein.

Antony Gormley’s statue [LISTENING]

Den Veränderungsprozess muss jeder Mensch und jede Organisation für sich selbst durchmachen. Wer sich für den Prozess Hilfe holt, professionelle Hilfe, der wird den Weg und die Hürden womöglich klarer erkennen. Vieles wird ein Stück weit leichter, weil an Knoten und Kreuzungen jemand da ist, der Halt und Orientierung geben kann und die Erinnerung wach hält, daran, dass es anders werden muss um besser zu werden.

In diesem Sinne, wünsche ich Ihnen einen kompetenten Partner und viel Kraft für Ihren Veränderungsprozess.

 

Herzlichst Ihr Hans-Peter Urban

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